Aufbau & Ablauf

Unser Projekt besteht, ähnlich wie eine Projektwoche, aus verschiedenen Tagen mit unterschiedlichen Inhalten . Das Projekt teilt sich in drei Phasen ein. 

  • Aufklärung
  • Workshops
  • Besprechung Feedback

Aufklärung:

Am Vorabend der Projekttage sollen die Lehrer, die Eltern und ihre Kinder über das Projekt aufgeklärt werden und die Relevanz einer solchen Maßnahme verstehen, um ihre Kinder und Schüler, während und nach dem Projekt, unterstützen zu können. Dies soll in Form eines Vortrags mit anschließender Fragerunde durchgeführt werden. Der Vortrag soll insgesamt ca. 2 Stunden dauern und dieser wird von den Projektbeteiligten gehalten. Dabei wird am Anfang kurz die Relevanz der Bildungsmaßnahme erläutert und der Zusammenhang zwischen Berufswahl und Geschlechterklischees erklärt. Danach werden das Projekt und der Zeitplan der nächsten Tage vorgestellt. Dabei sollen die einzelnen Workshops auch von den Workshopanbietern in Elevatorpitches vorgestellt werden. Im Anschluss daran soll es eine Möglichkeit für Fragen geben. Nach der großen Runde sollen auch die verschiedenen Beteiligten für individuelle Gespräche zur Verfügung stehen. Auch während der Projektdurchführung können sich Eltern oder Lehrer bei Fragen jederzeit an das Team des Projekts oder die einzelnen Workshopleiter wenden.

Am ersten Tag der Projektwoche gibt es dann eine ähnliche Veranstaltung exklusiv für die Schüler. Diese Veranstaltung wird erneut von den externen Personen vom Projekt betreut und sie sollte ca. 3 Schulstunden betragen. Durch den Informationsteil der vorherigen Veranstaltung haben die Schüler bereits den Grundgedanken des Projekts und die einzelnen Workshops kennengelernt. Deswegen soll es nun direkter um ihre individuelle Berufswahl gehen. Dafür bekommen sie am Anfang den Berufsorientierungstest der Bundesagentur für Arbeit ausgehändigt und gebeten diesen auszufüllen. Danach können die Schüler auf freiwilliger Basis ihre Ergebnisse vorstellen und diese diskutieren. Dabei sollte ein Bezug zu den Geschlechterklischees hergestellt werden und darüber diskutiert werden, inwiefern sie diese in ihren Ergebnissen wiederfinden. Außerdem gibt es bei der Veranstaltung eine Möglichkeit für Fragen jeder Art und nachdem nochmal die Workshops kurz vorgestellt wurden, sollen die Schüler daraus 4 wählen.

Workshops:

Der zweite Teil besteht dann aus den Workshops und er dauert 2 Tage. Ein Workshop sollte immer 3 Schulstunden dauern (also den ganzen Vor- oder Nachmittag), sodass an einem Schultag mit 6 Stunden pro Tag 2 Workshops besucht werden können.

Die Workshops sollen sowohl typische Frauen- als auch Männerberufe darstellen. So sollen zum Beispiel für die Mädchen Berufe z.B. in der IT Branche, im Ingenieurswesen, Tischlerin oder Mechanikerin vorgestellt werden. Für die Jungen werden Berufe wie zum Beispiel im Bereich der Erziehungswissenschaften, Alten- oder Krankenpfleger, Friseur oder Therapeuten jeglicher Art vorgestellt. Für Schüler, welche keinen Workshop finden, der sie berufstechnisch interessiert, soll es auch neutrale Themen geben. Dabei wären mögliche Beispiele Handwerk zu Hause für die Mädchen oder Haushalt für die Jungen.

Diese Workshops sollen durch externe Firmen, Universitäten oder Einzelpersonen z.B. Freiberufler konzipiert und durchgeführt werden. Die Firmen können ihren Workshop mehrmals in jedem Timeslot anbieten oder ihn viermal mit verschiedenen Jugendlichen durchführen, um möglichst viele erreichen zu können. In einer Gruppe sollten am besten maximal 10 Schüler sein, um eine möglichst individuelle Betreuung zu garantieren. Die Durchführung der einzelnen Workshops obliegt den einzelnen Unternehmen, allerdings müssen diese sich vorher mit der Projektleitung in Verbindung setzten und ihr Workshop muss zugelassen werden. Dabei sollten die Workshops möglichst interaktiv gestaltet werden, sodass die Schüler z.B. selbst berufspassende kleine Tätigkeiten ausprobieren können.

Feedback:

In der dritten Phase dem Feedback und der Auswertung sollen diese Tage dann rekapituliert und reflektiert werden. Dieses Feedback soll durch die Lehrer der Klassen in Zusammenarbeit mit den Betreuern durchgeführt werden, sodass auch die Projektbeteiligten eine Einschätzung zum Projekt bekommen. Diese Phase soll ca. 3 Schulstunden in Anspruch nehmen. Dabei soll es einen Austausch der Schüler über ihre Erfahrungen geben, sodass die Schüler gegenseitig von ihren verschiedenen Erfahrungen profitieren und nochmal neuen Input bekommen. Folgende Fragen könnten dabei diskutiert werden: Welche neuen Erfahrungen hast du während des Projektes gemacht?

Denkst du dich hat das Klischeedenken in deinen Entscheidungen beeinflusst und hat sich dies nach dieser Woche geändert? Was hat dir in der Woche besonders gefallen? Was eher weniger?

Denkst du dich hat das Klischeedenken in deinen Entscheidungen beeinflusst und hat sich dies nach dieser Woche geändert? Bei dieser Frage soll insbesondere nochmal der Berufsorientierungstest vom Anfang der Woche einbezogen werden. Anhand der damaligen Ergebnisse soll nochmal reflektiert werden, welche neuen Erkenntnisse man diese Woche über sich und seine Berufswahl gewinnen konnte.

Die Lehrer und Betreuer sollen dieses Gespräch koordinieren und durch Nachfragen zum Austausch anregen. Am Ende sollten alle Fragen und Anregungen der Schüler geklärt sein und es sollte, durch die Rückbezüge zu dem Anfang der Woche, ein runder Abschluss entstehen.